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Klinke vom Rathaus in OS.JPG

pax christi

menschen machen frieden - mach mit.

Unser Name ist Programm: der Friede Christi. 

pax christi ist eine ökumenische Friedensbewegung in der katholischen Kirche. Sie verbindet Gebet und Aktion und arbeitet in der Tradition der Friedenslehre des II. Vatikanischen Konzils. 

Der pax christi Deutsche Sektion e.V. ist Mitglied des weltweiten Friedensnetzes Pax Christi International.

Entstanden ist die pax christi-Bewegung am Ende des II. Weltkrieges, als französische Christinnen und Christen ihren deutschen Schwestern und Brüdern zur Versöhnung die Hand reichten. 

» Alle Informationen zur Deutschen Sektion von pax christi

Heute Verleihung Alternativer Westfälischer Friedenspreis

25. Sep 2026

Wichtiges Zeichen für das Recht auf Kriegsdienstverweigerung

Pax Christi Osnabrück/Hamburg gratuliert dem Preisträger des Alternativen Westfälischen Friedenspreises „Verein Offenbacher Connection“ und teilt die Kritik ihrer Münsteraner Partnerorganisation an der Friedens-Auszeichnung der Nato durch die Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe.

 Heute wird erstmalig der Alternative Westfälische Friedenspreis um 18 Uhr im historischen Friedenssaal in Münster verliehen.

Leider sind alle Plätze im Rathaus dafür bereits ausgebucht und man kann nicht mehr dazukommen. Zum Glück kann die Veranstaltung aber live mitverfolgt werden!!

Hier ist der Link zum Livestream. https://www.alternativerwestfaelischerfriedenspreis.de/preisverleihung2509

Oder hier als QR Code:

Der Regionalverband von Pax Christi für die Bistümer Osnabrück und Hamburg gratuliert dem Preisträger des alternativen Westfälischen Friedenspreises. Der Preis wird am heutigen Tag (25. September) in Münster erstmals vergeben. Preisträger ist der „Verein Offenbacher Connection“, der seit 1993 weltweit zu Kriegsdienstverweigerung und Desertion arbeitet. In einer Zeit der Kriege und Aufrüstungen sei dieser Preisträger eine sehr gute Wahl, so der Osnabrücker Pax Christi Vorstand. Er setze ein wichtiges Zeichen, da das Recht auf Kriegsdienstverweigerung in vielen Regionen der Welt bedroht sei.

Der alternative Friedenspreis hatte sich als Reaktion auf den herkömmlichen Preis des Westfälischen Friedens gegründet, der seit 1998 von der Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe vergeben wird. Hintergrund: In diesem Jahr soll dieser Preis an das westliche Militärbündnis Nato gehen. Der Generalsekretär des Bündnisses, Mark Rutte, wird den Preis am 1. Oktober im Festsaal des historischen Rathauses in Münster entgegennehmen.

Pax Christi Osnabrück nennt diese Wahl eine Brüskierung – auch gegenüber früheren Preisträgern wie der Holocaust Überlebenden Margot Friedländer. Die Osnabrücker schließen sich damit der Kritik ihrer Münsteraner Pax Christi Freunde an der Verleihung des Preises an die Nato an. In beiden Städten, Münster und Osnabrück, war der Westfälische Friede von 1648 ausgehandelt worden.

Der Jugendpreis der Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe zum Westfälischen Frieden geht in diesem Jahr an das internationale kirchliche Jugendnetzwerk „socioMovens – Giving Europe a Soul“. Die Initiative der Kommende Dortmund – des Sozialinstituts des Erzbistums Paderborn - fördert soziales Engagement und europäische Verständigung bei Jugendlichen in Mittel- und Osteuropa. Laudator des Jugendpreises wird am 1. Oktober der römische Kardinal Michael Czerny sein. Der Migrationsbeauftragte des Heiligen Stuhls ist eine prominente humanitäre Stimme der katholischen Kirche. Pax Christi zeigt sich allerdings besorgt, dass die Kirche durch ihre Teilnahme an der Preisverleihung an die Nato vereinnahmt werden könnte. Zumal die Botschaft von Papst Leo XIV. völlig unmissverständlich sei gegen das Wettrüsten der Gesellschaften in militärischer wie mentaler Hinsicht.   (gs)

Der Westfälische Friede von 1648 hatte nach langwierigen Verhandlungen in Münster und Osnabrück den 30jährigen Krieg beendet. Der Friedensschluss gilt bis heute als herausragendes Beispiel der Diplomatie und als Grundlegung des modernen Völkerrechts. Er diene als Beweis dafür, dass verfeindete Mächte durch Geduld, Kompromissbereitschaft und den Willen zur Verständigung zu einem dauerhaften Frieden finden können. Und eben nicht mehr durch Weiterrüstung und Gewalt.